Weilburg fragt, die FDP antwortet: Leerstand
Kann die Politik etwas gegen den Leerstand in der Innenstadt unternehmen? Welche Ansätze haben die Liberalen?
Ja, die Kommunalpolitik kann und sollte hier aktiv werden. Wir sind uns der Problematik des Leerstands sehr bewusst und haben auch in der Vergangenheit nicht die Augen davor verschlossen. Das Thema beschäftigt uns schon länger, und wir sehen hier klaren Handlungsbedarf.
Gleichzeitig muss man ehrlich sagen: Die Einflussmöglichkeiten der Stadt sind dort begrenzt, wo es um privaten Wohn- und Geschäftsraum geht. Umso wichtiger ist es, auf Kooperation statt auf Zwang zu setzen.
Für die FDP Weilburg ist klar: Eine lebendige Innenstadt entsteht nicht durch Verbote, sondern durch bessere Rahmenbedingungen. Wir wollen die Ansiedlung kleiner und innovativer Geschäfte erleichtern, etwa durch weniger Bürokratie, flexible Nutzungskonzepte und neue Ideen für Zwischennutzungen.
Genauso wichtig ist uns der konstruktive Dialog mit den Hauseigentümern, um gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln – etwa bei Mieten, Nutzungskonzepten oder Modernisierung.
Unser Ziel ist eine attraktive, belebte Innenstadt, die Handel, Dienstleistungen, Gastronomie und Wohnen sinnvoll miteinander verbindet.
Zudem muss die Werbung für die Stadt Weilburg deutlich intensiviert werden. Mit dem Verweis auf Kunst und Kultur kann die unbestrittene Schönheit der Stadt und ihrer Umgebung an verschiedenen Beispielen deutlich werden und hessen- bzw. deutschlandweit stärker beworben.
Dazu zählt sicherlich die an vielen Stellen der Altstadt immer wieder negativ auffallende mangelhafte Sauberkeit in den Straßen und Gassen, mittlerweile auch an den Fassaden einiger Gebäude. Die Eigentümer sollten wesentlich nachdrücklicher als bisher auf ihre Pflichten hingewiesen werden.
Anmerkung: Die Fragen stammen von Henning Schenckenberg, Weilburger Tageblatt – die Antworten sind in gekürzter Form im WT erschienen.