Weilburger FDP-Fraktion informiert sich in der Tourist-Info
„Aktuell ist die Tourist-Information der Stadt Weilburg gut aufgestellt, aber sie muss sich auf die weiteren zukünftigen Aufgaben einstellen, damit Weilburg noch mehr Besucher anziehen kann“, resümierte der FDP-Fraktionsvorsitzende Hans Werner Bruchmeier die Besichtigung des Büros am Weilburger Marktplatz.
Zusammen mit seinen Fraktionskollegen Rainer Schick und Pierre Kreuzer, den Magistratsmitgliedern Alexander Scheiber und Matthias Knaust, sowie weiteren Vorstandsmitgliedern ließ er sich in fast zwei Stunden von Leiterin Vanessa Bäcker über die Arbeit und Aufgaben des Stadtmarketings informieren.
Dabei zeigte sich die Vielfalt an Aufgaben, die für das Funktionieren der Tourismusentwicklung, des Veranstaltungsmanagements und der Wirtschaftsförderung im Tagesgeschäft zu erledigen sind.
Die Freien Demokraten messen der Arbeit große Bedeutung für die Zukunft Weilburgs mit größtem Entwicklungspotenzial zu.
Wichtig ist dafür die aktuell erneute Zertifizierung des Tourismusbüros, das mit der Erweiterung in die früheren Geschäftsräume des Weilburger Tageblatts nun eine gute Arbeitsgrundlage hat, leider nicht wirklich barrierefrei. Vanessa Bäcker zeigte die umfangreiche Informationspalette auf, sowie die gute Akzeptanz der Angebote der Sehenswürdigkeiten und der Übernachtungsmöglichkeiten.
Gespannt ist die Runde auf die neue Wohnmobilstation, die sicher ein Magnet mit Werbewirksamkeit werden dürfte.
Wichtig ist für die FDP, dass die Bustouristik wieder stärker aktiviert wird. Hier gilt es intensiv zu werben, aber auch zu versuchen, den Gästen entsprechende Angebote in der Gastronomie zu bieten. Gerade im Bereich Cafés ist im Sommer noch deutlicher Nachholbedarf. Dabei war man sich einig, dass Highlights wie das Schlossterrassen-Café mit besserem Angebot und anderen Öffnungszeiten neu vermarktet werden müsste.
Wanderwege werden angeboten, dazu hatte ein FDP-Konzept vor vier Jahren beigetragen, doch müssen einige Verbindungen, hauptsächlich an der Lahn im Bereich des Hauseleyfelsens, im verträglichen finanziellen Rahmen noch verbessert werden. Bruchmeier betonte, dass die Sichtachsen vom Lahnring auf die Altstadt und umgekehrt noch verbessert werden müssen. „Wir dürfen unsere Sehenswürdigkeiten nicht verstecken und zuwachsen lassen.“
Auch die Verbindung des Lahn-Radwegs R7 mit den Stadtteilen und der Stadtteile untereinander sollte Aufgabe der näheren Zukunft sein.
Die Mitarbeit im Lahntal-Tourismusverband ist positiv. Hier wünscht sich die FDP Weilburg aber, dass die vielen Wasserwanderer, die in Weilburg starten, nur durch Weilburgs Tunnel paddeln, ohne die Schlosssilhouette überhaupt gesehen zu haben. Oder ihren Lahntrip in Weilburg beenden und dann auch in die Stadt geleitet werden, sei es durch Hinweise oder Angebote in der Stadt.
Den Wochenmarkt gilt es, mit zusätzlichen Angeboten weiter zu beleben, aber auch bei den Weilburgern das Interesse, dort auch einzukaufen.
Der erste Eindruck auf die Besucher Weilburgs ist sicher der Leerstand, für den es Ideen zu entwickeln gilt, ob Neuvermietung oder Umwandlung in Wohnungen. Folierung und Zur-Verfügung-Stellung von Schaufenstern für Vereine ist da eine Möglichkeit, bietet aber kein Angebot für Touristen. Darüber, dass Sauberkeit der Straßen für alle Einwohner eine Selbstverständlichkeit sein sollte und die Mülltonnen zwischen den Leerungen nicht mehr die Fronten zieren sollten, war man sich in der Gesprächsrunde einig.
Abschließend waren sich die Besucher der FDP einig, dass der Bereich Stadtmarketing und Tourismusförderung noch viele weitere größere und kleinere Entwicklungspunkte bietet, die man gerne positiv begleitet.